Kommentar

Garten der Erkenntnis] Leopold Andrian: Der Garten der Erkenntnis. Berlin: S. Fischer 1895.

Überlieferung

Druck
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1893–1902. Hg. Konstanze Fliedl, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1989.

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Empfohlene Zitierweise
Tagebuch von Arthur Schnitzler, 14. 3. 1895. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-88C0-F.

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Chronik

Donnerstag, 14. 3. 1895

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Tagebuch von Arthur Schnitzler, 14. 3. 1895

14/3 In den Ztg. durch mich Notiz Liebelei Dtsch. Theater Sorma.–
Früh ließ mich Mz. Rh. herunterholen, war blass und lieb. Mir war nicht, als wär gestern was besondres geschehn; ihr gewiss auch nicht.– Nur forderte sie jenen Schwur wieder.– Es mag dumm sein; aber ich glaub es diesmal.– Nm. Josef Winter da, Bewunderung über »Sterben« ausdrücken.– Ein angebl. Agent von einem Odess. Direktor, wegen Liebelei – Dann wollte er mir aber auch Thee verkaufen.– Bei Feodora.– Dilly. Ich erinnerte mich kaum, daß Dilly »einst« meine Gel. war – hatte eine Unsicherheit im Urtheil über ihr Spiel.–
Im Kfh.– Richard. Salten.– Gestriger Vortrag von Bahr »Das junge Oesterreich« wurde besprochen. Wir, d. h. Bahr, Torresani, Richard ich sind abgethan (»demüthige, gothische Figuren«). Richard, der vielleicht noch in die nächste Periode hineinragen wird, ich, der aus sehr kleinen Anfängen zu sehr schönem vorgeschritten und dessen »Sterben« wohl zwanzig Jahre dauern wird – da sind nur Hugo, der aber jetzt nicht schreibt – und Andrian, mit dessen »Garten der Erkenntnis« Europa sich in den nächsten Wochen beschäftigen wird.– Welch ein ordinärer Schwindler.–
– Brief von Mz. I verzweifelt.