Überlieferung

Druck
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1909–1912. Hg. Richard Miklin, Maria Neyses, Susanne Pertlik, Walter Ruprechter und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1981.

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Empfohlene Zitierweise
Tagebuch von Arthur Schnitzler, 24. 6. 1909. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-8860-C.

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Chronik

Donnerstag, 24. 6. 1909

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Tagebuch von Arthur Schnitzler, 24. 6. 1909

24/6 Früh bei Mama und Besorgungen.–
Dictirt. (Exposition W. L. und Briefe.)
Las Nm. Bahrs Tagebuch mit Vergnügen und Interesse; obzwar beinah jeder Satz ein Unsinn ist. Österreich, Menschen, Gestalten, Werke, – fast alles sieht er falsch; dieser wahrhaft freie Mensch ist der Knecht seiner vorgefaßten Meinungen, und jede seiner Meinungen ist »vor«gefaßt, da sie Zufälligkeiten ihre Entstehung verdankt und sich niemals logisch entwickelt.–
Abends kam Gustav, mit ihm, O., Mirjam im Türkenschanzrestaurant genachtmahlt.–
Nm. war Menkes da, zerknetscht und ein im ganzen hoffnungsloser Fall.
Baron Winterstein, der jetzt nach Absolvirung Jus allerlei medizinisches und philosophisches studirt; offenbar begabt und klug über seine Jahre.