Kommentar

Grabe der Frau Tressler] Die Burgschauspielerin Sophie Tressler starb am 28. 12. 1910. Die Beerdigung fand am letzten Tag des Jahres auf dem Döblinger Friedhof statt.

Überlieferung

Druck
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1909–1912. Hg. Richard Miklin, Maria Neyses, Susanne Pertlik, Walter Ruprechter und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1981.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Tagebuch von Arthur Schnitzler, 5. 1. 1911. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-8872-8.

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Chronik

Donnerstag, 5. 1. 1911

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Samuel Fischer, 5.1.1911

Quelle: Hans Peter Buohler: Arthur Schnitzlers »Medardus Affairen« Teil 1: Korrespondenzen. In: Hofmannsthal-Jahrbuch ⋅ Zur europäischen Moderne, Jg. 19 (2011), S. 79–215.

Weiteres

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 5. 1. 1911

5/1 Vm. dictirt Briefe, »Herbot«.
Nm. Kaufmann; über die standard Feuilletonisten Berger – Bahr – Salten. Ähnlichkeiten und Unterschiede. Die Rede Bergers auf dem Friedhof, am Grabe der Frau Tressler, wie er sich an seinen Worten berauschte, bis Tressler fast hysterische Krämpfe kriegte und Leute sagten: »Er soll doch endlich aufhören.«– Salten am schlechtesten dran; er hat innerliche Kämpfe durchzumachen, da er Urtheil hat;– eine gewisse Fähigkeit der Sachlichkeit;– Bahr völlig ungehindert – sein Urtheil ist (ganz ohne dolus) nur an die Person gebunden.–
– Um 6 Hr. Fritz Georg Antal (der mir nach dem Med. geschrieben und jetzt Vorträge über das Stück hält – die ganz dumm sein sollen). Junger Mensch, 23 Jahre, Jude, blond,– Budapest, Iglau,– anfangs befangen; später gefaßter; nicht dumm; aber sicher ohne Talent; mit Vielseitigkeit posirend,– einiges »geistreiche«, nicht ganz unvorbereitet zum besten gebend, eben daran einen Roman zu beenden,– fühlt sich zu »allgemeinen Sätzen« in der Unterhaltung gedrängt.
Um 7, mit Fieber zu Bett. Grippe.–