Überlieferung

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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1893–1902. Hg. Konstanze Fliedl, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1989.

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Tagebuch von Arthur Schnitzler, 9. 12. 1894. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-88AE-5.

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Chronik

Sonntag, 9. 12. 1894

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Tagebuch von Arthur Schnitzler, 9. 12. 1894

9/12 Sonntag.– Philh. Conc.– Nm. Schwarzkopf, Hugo, Richard, Salten, Bahr.– Mit Bahr und Loris im Arkadencafé soupirt.– Bei Dilly, nervöse Agoniestimmung; immer aus allem möglichen und unmöglichen hervorgehend. Heute: weil ich gestern um 12 teleph. nicht im Griensteidl zu erreichen war. Da zerbrach ich einen rothen Krampus, der unter andern Albernheiten auf ihrer Lampe hängt.– Dann bei ihr; im weggehn, auf den Vortragsabd. Dinstag bezüglich sie: Gehst du mit mir?– Ich: Wenns dir Vergnügen macht.– Scene. Da zerbrach ich eine Kefirflasche. – Möglicherweise hätt ich endgiltig mit ihr gebrochen, wenn mein Stück schon an der Burg angenommen wäre; was vielleicht eine Gemeinheit ist. Ich hatte einen tiefen Hass gegen sie, in dem kaum mehr etwas von Liebe steckt. Es ist zu bedenken, dass ich sie eigentlich nie auch nur ein bischen geliebt habe.