Kommentar

Klimt] [Max Burckhard, Hermann Bahr, Koloman Moser, Fritz Waerndorfer:] Gegen Klimt. Wien: Eisenstein 1903, das gezeichnete Vorwort auf S. 3–6.

Götz-Citat] Goethe: Götz von Berlichingen, Dritter Aufzug: »Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsche lecken!«

Überlieferung

Archivzeuge

Signatur: Wien, Theatermuseum, HS VM 1766 Ba

Druck
Hermann Bahr: Tagebücher, Skizzenbücher, Notizhefte. Hg. Moritz Csáky. Wien, Köln, Weimar: Böhlau 1994–2003, III. Band: 1901–1903. Hg. Bearbeitet von Helene Zand und Lukas Mayerhofer. (1997), S. 404.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Aufzeichnung von Hermann Bahr, 30. 10. 1903. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-89CD-1.

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Chronik

Freitag, 30. 10. 1903

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Aufzeichnung von Hermann Bahr, 30. 10. 1903

30. Ins Preßbureau der Polizei, wo man mir die Freigabe des »Reigen« wahrscheinlich macht, aber auf mein Risiko, indem ich alle Consequenzen eines Skandals, den Böswillige vielleicht »arrangieren« würden, zu tragen hätte.
Liefere Wärndorfer die Änderungen meines Vorworts zu Klimt ab.
Nachzutragen, daß mir Dr Franz Zweybrück gestern abends sieben Uhr telephoniert hat, in einer Sitzung des Vorstandes des Östreichischen Journalistenbundes sei berathen worden, ob die Tatsache, daß ein Journalist, wie Hermann Bahr ist, ein pornographisches Machwerk, wie der »Reigen« ist, öffentlich vorliest, nicht geeignet sei, die Ehre und das Ansehen des Journalistenstandes zu schädigen. Vorsitz: Wilhelm Singer. Teilnehmer Leitich, Pötzl, Robert Hirschfeld. Auf meine Frage, ob Jemand für mich gesprochen, antwortet Zweybrück: Niemand; auch er selbst nicht. Man habe aber vorläufig nur beschlossen, mir Vorstellungen auf freundschaftlichem Wege zu machen. Ich antworte mit dem Götz-Citat.