24/3 S. Spazierg.
Sievring – Jaegerwiese – Hermannskogel – Rohrerwiese – Dreimarkstein –
Salmannsdorf.– In unproductiv-zerstreut-ärgerlicher Stimmung, durch die Papierangelegenheit praeoccupirt,
die mir (
Fischers Verhalten) irgendwie die Beziehungen
F.s zu mir, seines
Verlags, zu den
deutschoesterr. Dichtern zu krönen scheint.–
Zum Thee
Mimi,– Fr.
Gutheil; die
O. (ohne unser Beisein) günstiges und kluges über ihr Singen sagt (sie war in dem letzten
Concert).– Über
Pfitzner,
Mahler;– die jetzige Opernwirtschaft; über die
Mildenburg, über das Sichhergeben und das »Drüberstehn« beim Singen;– Lied- und Operngesang.
–
Efr. Frisch, in Privatangelegenheiten;– erzählt mir, daß
Bubi,
Richards 16j. Sohn Mittwoch wegen schlechter Censur! einen Selbstmordversuch gemacht. Schon
außer Gefahr. Spital. Gerade
Richard, dem Vater – muß das passiren. Ich war sehr ergriffen.–
Heini und Collegen, darunter der junge
Gutheil mit ihren Vorbereitungen zum Puppentheater beschäftigt.
Heini macht Decorationen, baut Stiltürme; man macht mir eine Beleuchtungprobe vor.