Kommentar

zwei … corrigiren] Beide sind in der Erstausgabe Die Frau des Weisen (1898) behoben.

früheren fFassung] Diese Fassung in A. S.: Die Toten schweigen. Historisch-kritische Ausgabe. Hg. Martin Anton Müller, Mitarbeit von Ingo Börner, Anna Lindner und Isabella Schwentner. Berlin, Boston: de Gruyter 2015 (Werke in historisch-kritischen Ausgaben, hg. Konstanze Fliedl), H 24,5–6 und H 100,4.

14. 11.] Bislang wurde der Brief auf 18. 11. datiert. Das diesbezügliche Zeichen setzt sich aus einem geschwungenen Teil, bei dem die Tinte zerronnen ist, und einem leicht schrägen Strich zusammen. Mehrere inhaltliche Gründe sprechen gegen die Lesart mit »8«, vor allem die (nicht thematisierte) lange Dauer der Antwort, obwohl Schnitzler sich – ohne besondere Vorkommnisse – in Wien aufhält, und dass Bahrs Schreiben vom 16. übergangen wird.

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Signatur: Wien, Theatermuseum, HS AM 23326 Ba

eh. Brief, 2 Bl., 5 S.

Druck
. In: Arthur Schnitzler: The Letters of Arthur Schnitzler to Hermann Bahr. Edited, annotated, and with an introduction, by Donald G. Daviau. Chapel Hill: The University of North Carolina Press 1978, S. 62–63 (University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures, 89).
Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hg. Therese Nickl und Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981, S. 343–344.

Entitäten

Personen
Werke
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  • Wien (K.K. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Bécs, Land Wien, Vídeň, Wenia, Beč, Vindobona (Wien), Vienna)

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 1[4?]. 11. 1897. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-8581-9.

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Chronik

Sonntag, 14. 11. 1897

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Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 1[4?]. 11. 1897

Lieber Hermann, deine Ansicht betreffs dieser weitgehenden Rechte des Regisseurs und des Vorlesers – nach Belieben zu streichen u zu ändern! – theile ich durchaus nicht. In Hinsicht auf »Regisseur« und auf »streichen« könnte man ja manches zugeben; beim Theater handelt es sich nicht nur um einen Abend und das Mislingen des ersten kann natürlich die schwersten Folgen haben. Auch versteht der Regisseur manchmal besser als der Autor, was des letztern Vortheil ist. Der Vorleser hat diese Entschuldigungen nicht für sich. Er hat einfach die Pflicht, die Dinge so zu lesen wie sie geschrieben sind. Ich will ihm noch etwas zugestehn: findet er das betreffende Werk zu lang und ist der Autor unerreichbar für ihn – z. B. dadurch dass er gestorben ist oder irgend einen andern Ausflug in besondere Fernen gemacht hat, – so mag er kürzen. Kann er aber den Autor finden, so überlasse er ihm die Kürzungen oder lege ihm mindestens die seinigen (die des Vorlesers) vor. Aenderungen sind absolut unstatthaft, wenn sie nicht vom Autor selbst oder mit Zustimmung des Autors gemacht sind, wobei noch zu bedenken ist, dss auch gewisse Streichungen in ihrem Effekt nur dem Sinne nach als Aenderungen zu gelten haben. Würdest du beispielsweise, um etwas naheliegendes zu citiren, den Schluss von »Die Todten schweigen« streichen, so würdest du auch aendern. – Wohin käme man also, wenn deine Idee über die Souveränität des Vorlesers zu Recht bestände! – In meiner Nov. die du vorlesen willst, bitte ich dich zwei Lapsus’ zu corrigiren: Auf der vierten Seite, Zeile 22 ist der Satz zu streichen: »Die Scheiben klirren nur so stark, weil der Sturm –« (der Wagen ist nemlich offen, hat keine Scheiben, die aus einer früheren Fassung stehen geblieben sind.) Auf der 16. Seite, Zeile 14, steht einmal Wohnzimmerthür statt »Wohnungsthür«. –
– Dass ich nicht dabei sein kann, wenn Du die Geschichte liest, bedaure ich wirklich. Du wirst sie gewiss zu starker Wirkung bringen.
Herzlichen Gruss, dein
ArthSch
Wien, 14. 11. 97