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Arthur Schnitzler, Otto Brahm: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingeleitet und erläutert von Oskar Seidlin. Tübingen: Max Niemeyer Verlag 1975, S. 323–324.

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Werke
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  • Lessing-Theater
  • Semmering (Gemeinde Semmering, Semmering-Semmering-Kurort, Kurort Semmering, Semmering-Kurort, Heilklimatischer Höhenluftkurort Semmering, Semmering- Kurort Semmering)
  • Wien (K.K. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Bécs, Land Wien, Vídeň, Wenia, Beč, Vindobona (Wien), Vienna)

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Brahm an Arthur Schnitzler, 12. 7. 1911. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-879E-8.

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Chronik

Mittwoch, 12. 7. 1911

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Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, 12.7.1911

Quelle: Hermann Bahr, Arthur Schnitzler. Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente 1891–1931. Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein Verlag 2018

Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, 12.7.1911

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Brahm an Arthur Schnitzler, 12. 7. 1911

Semmering, 12. Juli 11

Lieber Freund,

ich sollte mal Die Weber für Wien freigeben und besprach das mit Rittner; ich betonte die ideellen, ästhetischen und ethischen Seiten dieses Problems, er aber sagte als unentwegter Realist nur: wozu das? wenn man Die Weber hat, gibt man sie nicht her. Die Nutzanwendung zu ziehen, überlasse ich getrost Ihrem regen Geiste. Ja, Sie haben mich verstanden: wenn man einen Schnitzler hat, hält man ihn fest mit Zähnen und Klauen.
Nun kann ich aber doch, als unverbesserlich ethisches Individuum, nicht unterlassen, die andere Seite der Medaille zu betrachten. Was gewönnen Sie? Weder ideell noch praktisch kann das doch von wesentlicher Bedeutung für Sie sein, trotz des »besonders guten« Antrags. Und gegen die Verkoppelung mit irgend jemand haben Sie sich ja immer gewehrt! (H. als Dramatiker sehr schwach, nach meiner auf Auto-Lektüre aufgebauten Kenntnis.) Auch wissen Sie mehr als ich vom nächsten Spieljahr des Lessingtheaters, wenn Sie die Repertoirebildung, insbesondere nach Neujahr, schon übersehen. Ich denke mir, daß sich da sehr wohl ein Platz für die moralfreie Dame finden wird, sei es mit alten oder neuen Einaktern von Ihnen oder in einer anderen Kombination. (Auch eine Verbindung mit Bahrs zu kürzendem Tänzchen ist mir durch den Ferienkopf gegangen.) Und somit ceterum Rittner: wer eine Mizzi hat, will sie gebrauchen. – Wir werden Sie voraussichtlich am Montag, dem 24. um ein Mittagmahl bitten (1 ½ Uhr?).
Herzlich
O. B.