Kommentar

Gebt … mich!] Die Umfragebeantwortung von Karl Kraus als Zur Hebung des Fremdenverkehrs in die Fackel (Jg. 11, H. 289, 25. 10. 1909, S. 25–26) aufgenommen. Statt des Endes schreibt er: »Ein Traum verwirklicht sich, die Wiener kriegen einen Fremdenverkehr. Das Einfachste war zu tun, und nun glückt die Sache. Die Engländer strömen massenhaft nach Wien: man bekommt den ganzen Beer-Hofmann zu sehen!«

Überlieferung

Druck
Hermann Bahr: Wie schafft man eine Wiener Sommersaison? In: Fremden-Blatt, Jg. 63, Nr. 291, 21. 10. 1909, S. 25.

Entitäten

Personen
Werke
Institutionen
Orte

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hermann Bahr: Wie schafft man eine Wiener Sommersaison?, 21. 10. 1909. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-8A89-C.

Download

Chronik

Donnerstag, 21. 10. 1909

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Arthur Kahane, 21.10.1909

Quelle: Renate Wagner (Hg.): Der Briefwechsel Arthur Schnitzlers mit Max Reinhardt und dessen Mitarbeitern. Otto Müller Verlag, Salzburg: 1971.

Weiteres

Hermann Bahr: Wie schafft man eine Wiener Sommersaison?, 21. 10. 1909

Das Geheimnis der Münchner ist: sie wissen, was den Fremden anzieht, und das bieten sie ihm, manchmal im stillen bei sich ganz verwundert, wie ihm denn »so was« eigentlich gefallen kann.
Wir hätten in Wien manches in unserer Kunst, um den Fremden anzuziehen. Machen wir doch eine Mahler-Woche zum Beispiel! Machen wir eine Schönherr-Woche! Gebt den Leuten von der Kunstschau die Mittel, ein Gartentheater nach ihrem Sinn zu machen! Führt einen Monat lang uns auf! Den ganzen Schnitzler, den ganzen Hofmannsthal, den ganzen Schönherr, Beer-Hofmann und mich! Und statt auf uns zu schimpfen, sagt den Fremden: »Das ist das Beste, was wir haben, und in dieser Art können Sie nirgends was Besseres sehen!« Im Winter, wenn die Fremden wieder fort und wir wieder unter uns sind, könnt Ihr ja wieder auf uns schimpfen!