22/9 Vm. dictirt Briefe.–
Mit
O. ins
Mautnerhaus, wo man
Kainz aufgebahrt hat. Wir kamen 1 Stunde vor dem Begräbnis.– Sein erlöstes Gesicht unter dem Glas.
Er sah sonderbarer Weise
Reicher ähnlich.– Sprachen
Trebitsch, später die
Mautners,
Bahr,
Salten. Drückten
Grethe die Hand, die starr und thränenlos dasaß.–
Bei
Mama zu Tisch. Mit
Julius im Auto auf den Friedhof. Regen und Wind. Das Publikum. Sprach Dr.
Feuchtwang und
Josef Winter. Warteten den Trauerzug ab, gingen dann. Welche Sinnlosigkeit. Das nachdrängende
Publikum, die wichtigthuenden Polizeiorgane.–
– Mit
O. zu
Saltens. Wir sprachen uns leidlich, aber der Riß ist unheilbar tief – weil nach Gesetzen
der Entwicklung entstanden.– Über
Bahr, den er jetzt nicht verträgt,
Bergers Rede, u. a.– Er ging (spät) zur
Burgtheater Première.–
– Las Abends
Frohgemut zu Ende, die ich mir von ihm mitgenommen. Hübsches Buch.
– Fühle mich seelisch krank durch das Ohrenleiden. Nicht im Besitz meiner ganzen seelischen,
kaum der geistigen Kräfte.