Kommentar

aufgebahrt] Gestorben am 20. 9.

Première] Auf dem Programm stand Gustav Widmann: Lysanders Mädchen.

Überlieferung

Druck
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1909–1912. Hg. Richard Miklin, Maria Neyses, Susanne Pertlik, Walter Ruprechter und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1981.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Tagebuch von Arthur Schnitzler, 22. 9. 1910. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-886C-0.

Download

Chronik

Donnerstag, 22. 9. 1910

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Wiener Schnitzler
Weiteres

Tagebuch von Arthur Schnitzler, 22. 9. 1910

22/9 Vm. dictirt Briefe.–
Mit O. ins Mautnerhaus, wo man Kainz aufgebahrt hat. Wir kamen 1 Stunde vor dem Begräbnis.– Sein erlöstes Gesicht unter dem Glas. Er sah sonderbarer Weise Reicher ähnlich.– Sprachen Trebitsch, später die Mautners, Bahr, Salten. Drückten Grethe die Hand, die starr und thränenlos dasaß.–
Bei Mama zu Tisch. Mit Julius im Auto auf den Friedhof. Regen und Wind. Das Publikum. Sprach Dr. Feuchtwang und Josef Winter. Warteten den Trauerzug ab, gingen dann. Welche Sinnlosigkeit. Das nachdrängende Publikum, die wichtigthuenden Polizeiorgane.–
Daheim Mirjam Beer-Hofmann, von O. mitgebracht.–
Corrigirte für die Ö. R. »Weites Land«, 1. A.
– Mit O. zu Saltens. Wir sprachen uns leidlich, aber der Riß ist unheilbar tief – weil nach Gesetzen der Entwicklung entstanden.– Über Bahr, den er jetzt nicht verträgt, Bergers Rede, u. a.– Er ging (spät) zur Burgtheater Première.–
– Las Abends Frohgemut zu Ende, die ich mir von ihm mitgenommen. Hübsches Buch.
– Fühle mich seelisch krank durch das Ohrenleiden. Nicht im Besitz meiner ganzen seelischen, kaum der geistigen Kräfte.