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Arthur Schnitzler: Tagebuch 1903–1908. Hg. Susanne Pertlik und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1991.

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Tagebuch von Arthur Schnitzler, 22. 11. 1908. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-895A-3.

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Chronik

Sonntag, 22. 11. 1908

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Wiener Schnitzler
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Tagebuch von Arthur Schnitzler, 22. 11. 1908

22/11 Vm. bei Oskar Straus; geschäftliches u. a. über Cassian,
bei Dohnanyi, gleiches über die Pantomime.
Nachm. Dr. Richard Tennhardt, von dem ich nichts im Gedächtnis zurückbehalten hatte als sein Gesicht; hatte ihn vor 17 Jahren in Halle kennen gelernt und später in Wien gesprochen. Jetzt ist er seit 10 J. Winter in Assuan, erzählte uns dann rührend-sächselnd-naiv von seiner Einsamkeit; und zeigte uns Briefe und Bild einer Colmarer Försterstochter, hübsch, 20 Jahr und sehr geneigt, ihm dem 55jährigen nach Aegypten zu folgen. Er wagt nicht . . . »wenn sie einen dann verläßt, ist es doch traurig« – Und erzählt dann hübsch von einem Mädel, das er in seiner Vaterstadt angesprochen, auf der Tram, die dann gleich 2 Tage bei ihm geblieben, gar nicht fortgehn wollte . . . was ihm gewissermaßen Muth zu der andern gemacht zu haben scheint.– Er blieb leider zu lang.–
Las Abds. »Rahl« von Bahr.