Kommentar

schiachen] (öst. dialektal) hässlichen.

Überlieferung

Archivzeuge

Signatur: Wien, Theatermuseum, HS VM 2083 Ba

Druck
Hermann Bahr: Tagebücher, Skizzenbücher, Notizhefte. Hg. Moritz Csáky. Wien, Köln, Weimar: Böhlau 1994–2003, IV. Band: 1904–1905. Hg. Bearbeitet von Lukas Mayerhofer und Helene Zand. (2000), S. 305.

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Aufzeichnung von Hermann Bahr, 6. 11. 1904. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-89F0-8.

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Chronik

Sonntag, 6. 11. 1904

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Aufzeichnung von Hermann Bahr, 6. 11. 1904

6. Philharmonisches Concert. Mottl, Kreuzung von Engelhart und Baron Berger, jesuitischer Fiaker, Lueger der Musik. Mozart, Symph. D dur (Köch. 504), Pfitzner Scherzo in C-moll, Beethoven Eroica.
Abends mit Saltens und Burckhard bei Schnitzler, der Meistersinger und Coriolanouverture spielt, Olga schwärmt für Lieder von Theodor Streicher (der mit einer entsetzlich schiachen Frau bei Klagenfurt leben soll; er und Schönberg interessieren mich jetzt von den Östreichern am meisten) aus dem Wunderhorn, ebenso für Ansorge, über den Hugo offenbar wieder einmal ganz oberflächlich geurteilt hat.
Ich kann mich über die Schändlichkeiten dieses Hervayproceßes noch immer nicht beruhigen.
Revolte in Innsbruck: Die Revolution kündigt sich überall an.