Kommentar

Friedensfest aufgeführt] Hauptmanns Das Friedensfest hatte am 7. 1. 1907 Premiere.

Ragusa] Vom 1. bis zum 8. 5. 1907 urlaubt Bahr an der oberen Adria, nach Dubrovnik kommt er nicht.

Überlieferung

Versandverlauf

Archivzeuge 1

Signatur: Wien, Theatermuseum, HS AM 23384 Ba

ms. Brief m. eh. Unterschrift u. Nachschrift, Korrekturen von Hand mit Bleistift und Tinte

Archivzeuge 2

Signatur: Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, 85.1.294/1

Durchschlag des Vorigen ohne hs. Ergänzungen

Druck
. In: Arthur Schnitzler: The Letters of Arthur Schnitzler to Hermann Bahr. Edited, annotated, and with an introduction, by Donald G. Daviau. Chapel Hill: The University of North Carolina Press 1978, S. 97 (University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures, 89).

Entitäten

Personen
Werke
Orte
  • Deutschland (Bundesrepublik Deutschland, West Germany, Federal Republic of Germany)
  • Dubrovnik
  • Edmund-Weiß-Gasse
  • Kammerspiele Berlin
  • Russland (Russische Föderation, Russian Federation, Russian Soviet Federated Socialist Republic, Russian Soviet Federative Socialist Republic, Russian Socialist Federative Soviet Republic)
  • Wien (K.K. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Bécs, Land Wien, Vídeň, Wenia, Beč, Vindobona (Wien), Vienna)

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 11. 3. 1907. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-85D2-E.

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Chronik

Montag, 11. 3. 1907

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Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 11. 3. 1907

XVIII Spoettelgasse 7

Wien am 11. März 07.

Lieber Hermann,

Da ich nichts weiter von Dir gehört habe scheint es, dass das Projekt der Kammerliebelei vorläufig zurückgelegt worden ist. Nun fällt mir etwas ein, dass ich Dir zu gelegentlicher Ueberlegung mitteilen möchte. Wie wärs, wenn die Kammerspiele in der nächsten Saison einen Versuch mit dem »Märchen« wagten. Du weisst, dass das Stück über Wien nie hinausgekommen ist, dass es hingegen – in Russland – einen meiner stärksten und dauerndsten Erfolge bedeutet hat. Es ist wirklich geradezu lächerlich, dass sich in Deutschland noch kein Theater an das Stück gewagt hat. Die Kammerspiele, die das Friedensfest aufgeführt haben, wären vielleicht am ehesten dazu geeignet, eine Aufführung dieses Stücks | mit der Höflich | zu versuchen, womit wenig riskiert und möglicherweise einiges zu gewinnen wäre. Dass der Schluss des dritten Aktes geändert ist dürfte Dir bekannt sein.
Wenn Du glaubst, dass die Sache nicht ganz aussichtslos ist, so sprichst Du vielleicht bei irgend einer Gelegenheit in diesem Sinn mit Reinhart.
Sei herzlich gegrüsst und lass jedenfalls recht bald etwas von Dir hören. Wann kommst Du zurück? Du hältst Dich doch vor Ragusa einige Zeit in Wien auf?
Dein
Arthur
viele Grüße von meiner Frau.