Kommentar

Rasend] In seiner Besprechung der Inszenierung von Gerhart Hauptmanns Stück, Berliner Theater. »Einsame Menschen« im Deutschen Theater (Neue Freie Presse, Nr. 13345, 19. 10. 1901, S. 1–3), nennt Goldmann die jüngeren Bühnenschriftsteller unfähig zu Dramatischem; diese hätten ihre Schwäche zum Ideal erhoben und dabei das Theater langweilig gemacht.

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Signatur: Cambridge, University Library, Schnitzler, B 5b

eh. Brief, 1 Bl., 3 S., von Schnitzler mit Jahreszahl datiert: »901«.

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Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 27. 10. 1901. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-8663-B.

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Chronik

Sonntag, 27. 10. 1901

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Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 27. 10. 1901

27. 10.

Lieber Arthur!

Für Deinen lieben Brief danke ich Dir sehr. – Die Pantomime finde ich sehr, sehr schlecht; ich habe sie nur abgedruckt, um den Berlinern mitzutheilen, daß ich schon 1892 en plein naturalisme Pantomimen gemacht habe (wie übrigens Du und Hugo und Richard auch).
Mit Baron Berger habe ich lange über Deine Stücke gesprochen: er hält die »letzten Masken« und »Literatur« für »Meisterwerke ersten Ranges«, während er für das Scenische der »Frau mit dem Dolch« Angst zu haben scheint.
Wenn Du mit Bukovics nicht energischer bist, sage ich Dir voraus, daß Du in dieser Saison nicht mehr dran kommst.
Rasend war ich über Goldmanns Feuilleton »Einsame Menschen«. Das sollte wirklich polizeilich verboten sein.
Herzlichst
Dein
Hermann