Kommentar

Strauß-Elektra-Première] Am 25. 1. 1909, Bahr war vom 23. bis zum 26. in Dresden.

Romans] Hermann Bahr: Drut. Roman. Berlin: S. Fischer 1909.

Gehängsel] Anhängsel.

Überlieferung

Versandverlauf

Archivzeuge

Signatur: Cambridge, University Library, Schnitzler, B 5b

eh. Brief, 1 Bl., 2 S., von Schnitzler hs. ergänzt »Bahr«.

Entitäten

Personen
Werke
Orte
  • Dresden (Landeshauptstadt Dresden)
  • Nizza
  • Ober Sankt Veit
  • Semmering (Gemeinde Semmering, Semmering-Semmering-Kurort, Kurort Semmering, Semmering-Kurort, Heilklimatischer Höhenluftkurort Semmering, Semmering- Kurort Semmering)
  • Wien (K.K. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Bécs, Land Wien, Vídeň, Wenia, Beč, Vindobona (Wien), Vienna)

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 18. 1. 1909. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-86AD-8.

Download

Chronik

Montag, 18. 1. 1909

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Kulturveranstaltungen
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Julius Bab, 18. 1. 1909

Quelle: Arthur Schnitzler: Briefe 1875–1912. Hrsg. v. Therese Nickl u. Heinrich Schnitzler. Frankfurt am Main: S. Fischer 1981.

Kalliope Verbundkatalog
Weiteres

Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 18. 1. 1909

Wien XIII/7
18. 1. 09

Lieber Arthur!

Danke schön für Deine so liebe Karte. Ich komme eben vom Semmering (wo ich übrigens Deinen Bruder Julius stolz im Nizza Express vorüber sausen sah), hab einen scheußlichen Hexenschuß, sitz in einem durch Überschwemmung aus einem geplatzten Wasserrohr fast demolierten Haus und soll in zwei Tagen nach Dresden zur Strauß-Elektra-Première, weshalb ich, Dir herzlichst für Deinen guten Willen dankend, Dich bitten muß, Deine so liebe Absicht erst auszuführen, bis ich nächste Woche von Dresden zurück, halbwegs in Ordnung und auch mit den drei letzten Kapiteln meines neuen Romans aus dem Rohesten bin, worauf ich anzufangen hoffe, wieder einem Menschen zu gleichen.
Ich freue mich unendlich auf Dich, ich hab Dir ja so viel, so viel zu sagen und manchmal ist mir schon ordentlich bang nach Dir. Nur hat sich mein Leben allmälig so merkwürdig gestellt, daß ich mir schon wirklich nicht manchmal vorkomme, nicht mehr auf der Erde zu sein, sondern nur noch ein hinten her, neben bei irgendwo mitsausendes, nachwirbelndes Gehängsel!
Grüß Deine liebe Frau herzlichst von mir, auch den Sohn, Herrn Sohn muß man jetzt wol bald schon sagen.
Herzlichst
immer Dein
Hermann