1/1 Von 4–8 gut geschlafen. Neujahrsgelder vertheilt.–
Ganz leidliche Stimmung. Nebel, Regen, Quatsch.
Ins
Burgth. Mit
Hock Besetzung der »
Schwestern«, Termin, Neuaufnahmen andrer meiner Stücke.–
– Zur
Hofrätin; Neujahr wünschen. Sie hatte eben die
Schwestern gelesen;– von hier aus Gespräch über Mann – Frau;– Geist – Natur.
Fritz Zuckerkandl;– über
Kaufmann. – Mit der
Hofr. nur weniges über
O.; die
Hofr. spricht von ihrer (
O.s) »Eifersucht«.– Mein Standpunkt.– Politisches. Neue Regierung wahrscheinlich Mai;
voraussichtlicher Sturz der Sozialisten.–
Oesterreichs liter. Zukunft in
Frankreich.
Hugo kommt. Über
Salzburg, Festspiel,
Reinhardt,
Schloss Leopoldskron;–
Stef. Zweig in negat. Sinn;–
Bahr etc. (Das Problem der Gesundheitsanfälle bei Kranken, der Herzlichkeitanfälle bei
Egoisten – der Urtheilsanfälle bei Urtheilslosen.) – Im Fortgehn redet
Hugo von
Pannwitz, den er durch Sammlungen seit Jahren fördere, vielmehr erhalte – 80–90.000 Kronen
jährlich;– nächstens lese er aus
P.s neuem Buch »
Die deutsche Lehre« vor,– er habe gerade seine Freunde nicht eingeladen – wenn ich aber kommen wolle
. . . Ich lehne dankend ab.–
Nm. mit Zeitunglesen vertrödelt und verduselt.
Leo gegen Abend;– er ist über
Arthur Kfm. nicht ganz beruhigt;– findet ihn in seiner Erklärungsweise unpaedagogisch und zu
wahllos bezügl. Auditorium;– was nicht ganz stimmt. Doch scheinen auch ihm seine neuen
Gedanken zu Zeitmessung u. s. w. genial.– Über
Richard und seine
Kinder.–
Leo’s Herzbeschwerden . . .
Kleine Differenz zwischen
O. und
Heini Abends, als er aus dem
Lohengrin kam, unüberlegte aber nicht sehr beträchtliche Flegelei, die
O. zu schwer nahm, was gleich ins weitere wirkte und die gute Stimmung des Tages trübte.–