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Arthur Schnitzler, Otto Brahm: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingeleitet und erläutert von Oskar Seidlin. Tübingen: Max Niemeyer Verlag 1975, S. 302–303.

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Brahm an Arthur und Olga Schnitzler, 28. 4. 1910. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-879B-B.

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Chronik

Donnerstag, 28. 4. 1910

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Tagebuch
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Zinaida Vengerova an Arthur Schnitzler, 28. 4. 1910

  • Vengerova, Zinaida

Quelle: Die Korrespondenz von Arthur Schnitzler mit Isabella Vengerova und Zinaida Vengerova. Herausgegeben von Konstantin Asadowski und Martin Anton Müller. In: Hofmannsthal-Jahrbuch zur europäischen Moderne, Bd. 30 (2022), S. 7–91.

Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, Olga Schnitzler, 28.4.1910

Quelle: Hermann Bahr, Arthur Schnitzler. Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente 1891–1931. Herausgegeben von Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller. Göttingen: Wallstein Verlag 2018

Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Gustaf Linden, 28.4.1910

Quelle: Arthur Schnitzler, Gustaf Linden: Ein Briefwechsel. 1907–1929, Wien: Edition Praesens 2005 (Wechselbeziehungen Österreich-Norden, Band 7).

Gedruckte Briefwechsel

Otto Brahm an Arthur Schnitzler, Olga Schnitzler, 28.4.1910

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

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Brahm an Arthur und Olga Schnitzler, 28. 4. 1910

Berlin, 28. 4. 1910

Lieber Freund,

mit Vergnügen ergreife ich die Feder (und das Wort, das Sie mir gegeben haben), um Ihnen allen zu dem neuen Heim herzlich Glück zu wünschen. Mögen Sie darin sehr schön leben und schreiben und kein fiktives, nur effektives Vogelgezwitscher hören.
Das weite Land könnten Sie mir nun wirklich bald schicken. Wie lange machen Sie mir nun schon damit den Mund wäßrig? Und welcher moderne Mensch braucht von jetzt bis Anfang Juni, um die Fahnen seines Werkes hochzuhalten?
Übrigens war es ein rechter Unsinn, daß Sie mir beim Anatol in den Arm gefallen sind (da wir gerade vom Hochhalten reden, und das tue ich beim Anatol), und daß ich Ihnen, rücksichtsvoll wie immer, nachgab: die geplante Zeit um Ostern war absolut gut, da das Konzert damals von seiner stolzen Höhe herunterkam und der Weg ins Freie frei war. Man soll halt nicht tun, was die Autoren sagen: Q. e. d.
Aus diesem Grunde werde ich auch die Hebammennichte nicht engagieren (mit nichten, hätt ich beinah gesagt), die ich übrigens schon kenne – was auch ein Grund ist! Im Urteil über den Halben Helden treffen Sie mit Ihrem Freunde, dem Lessing, zusammen, der dieses Werk für Eulenbergs spielbarstes hält. Ich finde es etwas pueril, seiner Vorzüge unbeschadet, hatte aber auf die Wiener Nachrichten hin schon daran gedacht, es wieder zu lesen und will es nun sogar tun. Wie war denn der Herr Träger der Hauptrolle, der sich mir sehr empfohlen hat?
Nach Wien kommen wir nicht, es wäre ein ganzer Roman zu erzählen, weshalb nicht. Und da nehm ich Rücksicht auf Ihre Nerven, denen ich die schönste Sommererholung wünsche. Daß wir uns in den nächsten Monaten sehen, ist nun wohl leider ausgeschlossen.
Herzlich Ihr
O. B.

Liebe Frau Olga,

es wird doch unserer Freundschaft keinen Abbruch tun, daß ich den von Ihnen gegengezeichneten Wunsch der hohen Frau, die um Lili, Heini und deren Eltern, Familie, Freunde, die Menschheit und die Kunst sich so verdient machte, nicht erfüllen kann? So eine Weh- und Achmutter wird die Weise doch nicht sein.
Sie wundern sich vielleicht, daß ich dem Arthur so viel dummes Zeug schreibe. Das kommt aber daher, weil ich immer lachen muß, wenn ich an ihn denke.
Ich kann aber auch sehr ernst sein.
Viele gute Grüße Ihnen und den Kindern
Ihr aufrichtig ergebener
O. B.