Kommentar

Bann brechen] Sich nur mehr auf Beerdigungen zu treffen. Vgl. , , .

Nachfolger beim Fremdenblatt] Von 1912 bis zur Einstellung 1919 arbeitete er für die Zeitung.

Überlieferung

Druck
Arthur Schnitzler: Tagebuch 1909–1912. Hg. Richard Miklin, Maria Neyses, Susanne Pertlik, Walter Ruprechter und Reinhard Urbach hg. v. der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1981.

Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Tagebuch von Arthur Schnitzler, 18. 3. 1912. In: Hermann Bahr – Arthur Schnitzler: Briefwechsel, Aufzeichnungen, Dokumente (1891–1931). Hg. Kurt Ifkovits, Martin Anton Müller, Stand 13. 7. 2026, https://hdl.handle.net/21.11115/0000-000E-887F-B.

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Chronik

Montag, 18. 3. 1912

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Tagebuch von Arthur Schnitzler, 18. 3. 1912

18/3 Heute vor 13 Jahren starb M. R. –
Der blinde Componist Rudolf Braun, Einladung zu musikalischen Aufführungen seiner Werke. Er ist blind geboren, spricht von seinem Naturgefühl, seinen Ausflügen, empfindet sein »Gebrechen« nur als gelegentliche Unannehmlichkeit – die »sentimentale Auffassung« seines Leidens soll in die hinterste Ecke geworfen werden.–
Nachmittag mit O. ins Trauerhaus Lichtenfelsg. 7, das ich noch nie betreten. Gleich wieder Bahr – Ich sage ihm: »Du solltest doch endlich einmal diesen Bann brechen –« Vor der Kirche. Fuhr mit Salten heim; Erinnerungen an Burckhard; über »das stärkere Band«. Meine wahre Meinung sagt ich ihm natürlich nicht. In solchen Beziehungen ist Wahrheit fast unmoralisch, unnütz gewiß. Er wird wahrscheinlich Burckhards Nachfolger beim Fremdenblatt.–
Correcturen durchgesehn. »Sterben« zu Ende. Ein begabtes aber peinliches Buch (in tieferm Sinn).–